Wittenberger Männerquartett

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In Rom trifft Martin Luther auf Tannhäuser. Beide wollten was in Rom, beide wollten was von Rom, beide sind enttäuscht von Rom. Der eine aus persönlichen Gründen, der andere aus theologischen Gründen. Beide beschließen, gemeinsam die Fahrt in Richtung Wittenberg fortzusetzen.

In Nizza treffen sie auf Klaus Mann, der gerade beschließt sich umzubringen. Luther und Tannhäuser überreden ihn nicht am Leben zu verzweifeln, sondern sein Leben selber zu bestimmen. Er ist nicht nur Sohn, sondern auch sein eigener Mensch. Um dieser Wahrheit auf den Grund zu gehen, schließt sich Klaus Mann den anderen beiden an. Die Lösung liegt unter Umständen in Wittenberg.

In Genf hat Calvin, durch eine Intrige seinen Intimfeind Michel Servet auf den Scheiterhaufen gebracht. Die Asche auffegend, begegnen Luther, Tannhäuser und Mann dem Reformator, der sich und seine Auffassung mit Strenge und Restriktion gnadenlos durchsetzen will. Er will in seiner Stadt Genf bleiben und seinen Willen sowie seine Auffassung von Gott weiterhin in der Schweiz vertreten.

In Augsburg treffen die drei auf Graf Tilly, Feldherr von Maximilian dem I. von Bayern im Dreißigjährigen Krieg. Er will sich gerade aufmachen in die Schlacht nach Rain am Lech. Ungewissheit plagt ihn, irgendetwas könnte passieren. Luther überredet ihn, statt in die Schlacht, nach Wittenberg zu ziehen, um dort sein Glück zu versuchen. Tilly ist auf der Suche nach Frieden, Wallenstein beschwert sein Gewissen. Ist die Lösung in Wittenberg zu finden? Er geht mit.

Zu viert machen sich die Freunde auf den Weg. Vielleicht wird sich in Wittenberg eine Antwort finden auf die Fragen, die sich jeder stellt.

Endlich in Wittenberg angekommen, treffen die vier auf Augustinus. Lösungen hat er nicht. Lösungen gibt es auch nicht, aber Wege, welche letztendlich der Schlüssel für jeden Einzelnen sein werden.