Die Vögel von Aristophanes

"Die Vögel" - Plakat

In einer Zeit, in der das politische Desinteresse immer mehr und mehr zunimmt ist es wichtig, zumindest Grundlagen von Politik und Demokratie Kindern und Jugendlichen näher zu bringen. ”Die Vögel “, die antike Komödie von Aristophanes, ist dazu wie geschaffen. Die beiden Protagonisten Peithetairos und Euelpides, die aus ihrer Heimat ausgezogen sind, um eine bessere Welt zu finden und dabei in die Welt von Vögeln geraten, um mit ihnen eine neue Welt zu erschaffen, die sich im Endeffekt der alten Athener Welt in nur wenig unterscheidet, ist ein Paradebeispiel, wie die Menschen zwischen Macht und Idealismus doch als egozentrisches Wesen nur auf ihrem Vorteil bedacht sind.

In dieser Komödie werden in einer Stringenz Handlungsstränge miteinander verwoben, die auch heute noch an Aktualität nicht verloren haben. Es ist das erste mal, dass sich der Theaterjugendclub mit dem griechischen Drama  auseinandersetzt.

Es ist wichtig, gerade da dieses Thema Schulstoff ist, die Gesetzmäßigkeiten des Ursprungs des abendländischen Theaters in ihrer Basis und Ausführung kennen zu lernen. Die Tragödien eines Euripides und Aristoteles sind für Kinder und Jugendliche zu schwer. Da “Diee Vögel “ in ihrem Symbolismus aktuelle Interpretationen zulassen, scheint es ein Idealfeld für den TJC zu sein. Außerdem ist die Verquickung von Kunst und Politik ein guter Ausgangspunkt, sich mit der Zeit an sich zu beschäftigen.

In einem Workshop im Mai in Deetz, probten die Kinder und Jugendlichen des TJC intensiv. Am Ende der Woche fand die Premiere (Kurzfassung des Stückes) vor einem kleinen Zuschauerkreis statt. Die Resonanz der Presse aus Zerbst war sehr positiv. Mit der Aufführung im Freien (Café im Lutherhaus) ist der ideale Rahmen für dieses Stück geschaffen.