In Piesteritz, da hat’s geblitzt
„In Piesteritz, da hat’s geblitzt.“ Nein, das ist keine Warnung für Autofahrer, sondern der Beginn eines Abzählreims, den Piesteritzer Kinder Anfang des 20. Jahrhunderts beim Klatschen aufsagten.
Mila und Sophie schlüpften in die Rollen zweier Zeitreisender, die sich einmal anschauen wollten, welche Veränderungen die Piesteritzer Schulen in den vergangenen 100 Jahren durchlaufen haben. Schließlich weiß auch ChatGPT nicht alles – und KI steht bekanntlich für „keine Idee“.
Im Rahmen der Lesung berichteten vier ehemalige Lehrerinnen und Lehrer aus dem Schulalltag ihrer Zeit und gaben dem Publikum einen Einblick darin, wie sich Schule in den vergangenen 100 Jahren verändert hat. Überraschend war jedoch die Erkenntnis, dass vieles, was es damals gab, auch heute noch zum Schulalltag gehört: Wanderfahrten mit dem Fahrrad zu einem nahe gelegenen See, Schülerinnen und Schüler, die ihren Lehrkräften Streiche spielen, mal mehr und mal weniger Freude am Lernen sowie engagierte Lehrerinnen und Lehrer, denen ihre Schülerinnen und Schüler nicht egal sind.
Im Publikum wurden offensichtlich viele schöne Erinnerungen geweckt. Manch einer blieb nach der Lesung noch einige Minuten, um sich in der thematisch passenden Fotoausstellung weiteren Reminiszenzen hinzugeben.
Alles in allem war es ein gelungener Abend – auch dank unserer Darstellerinnen, die der Veranstaltung genau den schwungvollen Auftakt gaben, der das Publikum in die richtige Stimmung versetzte.